Im Schatten des K2

Der Concordia Trek führt durch eine der spektakulärsten Bergregionen der Erde, den Karakorum. Vier 8.000 Meter hohe Berge, darunter der K2, und unzählige 7.000er stehen hier. Das Trekking gilt als eines der härteren seiner Art. Die ungewöhnliche Idee, es mit dem Bike zu versuchen, brachte alle Beteiligten an ihre Grenzen. Aber bescherte ihnen auch einmalige Erlebnisse.

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Im  Schatten des K2

TEXT: Gerhard Czerner

Schwer atmend kämpfen wir uns seit Stunden in stockdunkler Nacht an Fixseilen eine steile, vereiste Felswand hinauf. Die Steigeisen kratzen am Gestein und finden nur schwer Halt. Die Lunge brennt hier oben auf 5.500 Meter Höhe und nach jedem zweiten Schritt brauchen wir eine kleine Pause, um zu atmen. Die Fahrräder, welche auf unseren Rucksäcken festgezurrt sind, lassen unsere Last am Rücken auf über 20 Kilogramm anschwellen. Die Balance zu halten, ist eine weitere Herausforderung in diesen kräftezehrenden Stunden. Aber noch haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, die größte Hürde auf unserem Weg, den Gondogoro La, überwinden zu können.

Als ich vor zwei Jahren mit der konkreten Planung begann, konnte ich nicht wissen, wie hart dieser Aufstieg werden sollte. Rückblickend war das auch gut so. Ich wollte mir einen Jugendtraum erfüllen und den Concordiaplatz im Norden Pakistans besuchen. Er gilt als das Herz des Karakorums. Hier vereinen sich zwei riesige Gletscher: der Godwin-Austen- und der Baltoro-Gletscher. An keinem Ort der Erde stehen mehr 7.000er und 8.000er auf so engem Raum. Unter ihnen auch der „Berg der Berge“: der K2…« (…)