Freiheit voraus

Mit Camper, SUP-Boards und dem besten Kumpel an die Ostseeküste. Ein Trip, der Männerherzen höherschlagen lässt.

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Freiheit voraus

TEXT: Marco Knopp

Nur einmal klingelt es. Dann höre ich ein knackendes Geräusch und eine sich vor Freude fast überschlagende Stimme flötet mir aus dem Handy entgegen: „Ich hab deine Nachricht gerade gelesen! Wollte dich soeben anrufen!“ Ich kann es vor meinem inneren Auge sehen, wie mein Kumpel Andreas von einem Bein aufs andere hüpft. „Ich kann es gar nicht glauben! Ein ganzes Wochenende! So aufgeregt war ich zuletzt beim WM-Finale 2014!“, antworte ich, während ich durchs Zimmer tanze. „ Aber dieses Mal wird es nicht Mario Götze sein, der dich erlöst“, lacht Andreas. „Morgen, acht Uhr bei mir? Sachen in den Camper schmeißen und ab geht’s!“ Mein Kumpel jubelt zustimmend. „Gott, ich bin so aufgeregt!“, rufe ich erneut laut. „Ich auch!“, stimmt Andreas glucksend zu. „Ein ganzes Wochenende ohne Frau und Kind. Zwei Männer, ein Camper, zwei Boards und die Freiheit!“, sage ich feierlich und strecke dabei meine Hand gen Himmel. „So muss Mario Götze sich bei seinem Tor gefühlt haben“, antwortet Andreas ehrfürchtig. Dieses Telefonat liegt nun bereits einen Tag zurück. Mittlerweile sitzen Andi und ich im Camper auf der A1 Richtung Fehmarn. Vor uns ein blauer Himmel und das flache Land von Schleswig-Holstein. Hinter uns liegen ein paar saubere Unterhosen sowie T-Shirts, eine Kiste Bier, Grill-gut und unsere SUP-Ausrüstung. Schon seit einer Weile wollen wir zwei so einen Road-SUP-Trip machen. Andreas hat noch nie auf einem Board gestanden und ich schon viel zu lange nicht mehr. „First stop: Holy Harbour!“, rufe ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Andreas lässt seine Augenbrauen kuscheln und schaut mich verwirrt an. „Ich denke, wir wollen nach Fehmarn?“ „Richtig!“, antworte ich und erhebe langsam meinen Zeigefinger. „ Aber … als erstes halten wir in Heiligenhafen, direkt vor Fehmarn. Kurzer Stopp für ein Fischbrötchen und eine erste Session an der Seebrücke. Ein Träumchen, sag ich dir.“ Ich entnehme dem breiten Grinsen in Andreas Gesicht, dass er mit dieser Planung d’accord ist.